Trauringe – Platin, Gold oder Silber

Trauringe

Die Ägypter der Vor- und Frühzeit waren die ersten, die goldene Fingerringe nicht nur als Schmuck, sondern auch als Zeichen von Ansehen und Macht getragen haben. Seit der Antike ist der Ring ein Zeichen der Bindung und Verbindung. Im Märchen und im Volksglauben besaß er magische Kraft und bewahrte vor Unglück. Die Religion verknüpfte mit dem Symbol des Ringes die Vorstellung der bindenden Kraft des Kreises, der als vollkommenste geometrische Form gilt.

Bis heute hat der Ehering nichts von seiner Symbolkraft verloren. Er ist ein Liebesbeweis und ein sichtbares Zeichen für die Außenwelt, denn jeder erkennt sofort seine Bedeutung. Man trägt ihn als Symbol für Verbundenheit und der endlosen Liebe und Treue. Im Mittelalter glaubte man, dass eine Arterie des Ringfingers der rechten Hand, die so genannte Liebesader, direkt zum Herzen führt. Deshalb wird bei uns der Ehering auch heute noch an der rechten Hand getragen, in Frankreich oder Italien trägt man ihn dagegen links.

Welcher Ring passt am besten?

Zu schlanken Händen mit langen schmalen Fingern passt am besten ein schmaler, feiner Ring, während etwas kräftigere Hände auch dickere Ringe mit größeren Steinen vertragen. Kurze Finger werden optisch durch ovale Formen verlängert. Bei der Wahl der Eheringe sollte natürlich vor allem der persönliche Stil berücksichtigt werden. Egal, für welches Material Sie sich entscheiden, es besteht immer die Möglichkeit, in die Innenfläche der Trauringe das Datum der Hochzeit und den Namen des Partners gravieren zu lassen; wenn der Platz es zulässt, kann es auch ein individueller Spruch sein.

Das richtige Material

Gold gilt immer noch als klassisches Material für den Ehering. In der altchinesischen Philosophie symbolisiert Gold das Urprinzip Yang und steht für das Männliche, den Himmel und die Stärke. Die ideale Ergänzung findet es in dem Urprinzip Vin, das das Weibliche, die Erde und die Nachgiebigkeit verkörpert und mit Silber versinnbildlicht wird. Die Azteken hielten Gold für eine Ausscheidung der Götter, und damit war es eine heilige Substanz. Wer unter Metallallergien leidet, wird mit Gold die wenigsten Probleme haben.
Entscheidend für den Wert von Gold ist der Feingoldgehalt. Er wird durch einen kleinen Stempel, meist an der Innenseite des Ringes, ausgewiesen.

Platin und Silber

Eine Alternative zu Gold, dem Metall der Sonne, ist das noch wertvollere und widerstandsfähigere Platin, ein silberfarbenes Edelmetall, das sehr gut zu Diamanten passt.
Platin gilt als das edelste und reinste aller Schmuckmetalle. Es wird zur Schmuckverarbeitung im großen Stil erst seit den zwanziger Jahren des 20. Jh. eingesetzt, als eines der größten Platinlager westlich von Johannesburg entdeckt. Platin ist – verglichen mit anderen Metallen – recht selten und daher auch teuer, es verblasst nicht, und seine Farbe ist beständig. Auch Allergikern ist Platin wegen seiner guten Hautverträglichkeit zu empfehlen. Verarbeitet wird dieses Metall meist in einer Legierung von 950 Gramm Platin in 1000 Gramm Schmuckmetall. Silbe ist das preisgünstigste der drei Edelmetalle. Es besitzt nur eine geringe Härte und lässt sich daher gut verarbeiten.